Der Brandenburgische Klosterweg – ein Pilgerweg

Schritt für Schritt wächst die Pilgergemeinschaft

­Beim zweiten Pilgerfest des Brandenburgischen Klosterweges in Lindow kamen mehr als 70 Menschen zusammen­ Bestes Pilgerwetter sorgte beim zweiten Pilgerfest des Brandenburgischen Klosterweges für viel Zulauf und gute Laune. Rund 70 Pilgerfreundinnen und Pilgerfreunde aus nah und fern kamen am Samstag zum ehemaligen Kloster, um gemeinsam unterwegs zu sein. Einige von ihnen haben die rund 125 Kilometer des Brandenburgischen Klosterweges bereits komplett zurückgelegt, andere waren zum ersten Mal dabei oder kannten einzelne Abschnitte. Für Reinhard Kees, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft „Brandenburgischer Klosterweg“, war es ein ausgesprochen schöner Tag mit einer harmonischen Atmosphäre. Besonders gefreut habe ihn, dass so viele Menschen der Einladung gefolgt seien. Schon zur Andacht auf dem Klostergelände waren fast 70 Menschen versammelt. ­ Der Tag begann mit einem geistlichen Auftakt. Ralf Haska verband in seiner Andacht Gedanken zu Nikolaus Ludwig von Zinzendorf mit der Tageslosung. Danach machte sich die Pilgergruppe auf den rund acht Kilometer langen Weg um den Wutzsee. An den Stationen gab es geistliche Impulse, Lieder, Gespräche und Momente zum Innehalten. Unterwegs kamen noch weitere Menschen dazu. So wuchs die Pilgergemeinschaft Schritt für Schritt. Genau darin liegt für Reinhard Kees eine besondere Stärke des Klosterweges: „Wir verbinden nicht nur Klöster, sondern bringen auch Menschen zusammen“, hatte er bei der Begrüßung gesagt. In Lindow wurde das sichtbar — beim Gehen, Singen, Schweigen, Erzählen und im gemeinsamen Ankommen. Zwischen Klostergelände, Perelshaus, Gedenkstätte, See und gemeinsamer Musik wurde spürbar, was Pilgern ausmachen kann. Das ehemalige Kloster Lindow bot dafür einen besonderen Rahmen. Gemeinsam mit der Lafim-Diakonie und der Stadt

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Auf den Spuren von Mönchen und Nonnen

Pilgern wird in unserer Zeit neu entdeckt. Früher sind es überwiegend religiöse Motive gewesen. Heute kann es eher darum gehen, den Alltag zu vergessen und den Kopf wieder frei zu bekommen. Einfachheit kann das eigene Leben ordnen. Das „Auf dem Weg sein“ ist auch außerhalb der Pilgerbewegung zum Lebensmotto geworden.

Der Brandenburgische Klosterweg verbindet vier ehemalige Klöster und zahlreiche Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Oberes Havelland. Er führt durch die Landkreise Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin und Uckermark. Als „Klosterweg“ möchte er nicht nur ein Wanderweg sein, sondern dazu einladen, zur inneren Ruhe zu kommen, zu sich selbst zu finden und sich neu zu entdecken.

Es gibt viel zu entdecken

Der Brandenburgische Klosterweg macht viele spirituelle Angebote: offene Kirchen, historische Klosteranlagen, Gesprächsangebote, Lehr- und Schaugärten, Ausstellungen und vieles mehr. Auf Wunsch kann an einigen Orten auch ein Pilgersegen erteilt werden.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Gaststätten bieten einfaches, preisgünstiges Essen an. Auch Pilgerübernachtungen sind möglich – zu erfragen bei den örtlichen Tourismusinformationen und Pfarrämtern.

Neues vom Klosterweg

Termine am Weg

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Abendandacht mit Heinrich Bedford-Strohm im Kloster Lindow